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Beleuchtung in der dunklen Jahreszeit: Ist Ihr Betrieb optimal ausgeleuchtet?
Die dunkle Jahreszeit zeigt, ob Beleuchtung sicher, effizient und bedarfsgerecht geplant ist Von der Produktionshalle bis zum Parkplatz.

Der Herbst ist da und die Tage werden spürbar kürzer. Während im Sommer große Teile des Arbeitstages durch natürliches Tageslicht unterstützt werden, sieht die Situation im Herbst und Winter ganz anders aus. Mitarbeiter kommen morgens im Dunkeln zur Arbeit und verlassen den Betrieb häufig erst wieder nach Sonnenuntergang.
Gerade jetzt zeigt sich deshalb besonders deutlich, wie gut die Beleuchtung eines Betriebs tatsächlich funktioniert.
Dunkle Bereiche auf dem Parkplatz, schlecht ausgeleuchtete Verkehrswege oder eine ungleichmäßige Beleuchtung in der Produktionshalle fallen im Sommer möglicherweise kaum auf. In der dunklen Jahreszeit werden solche Schwachstellen dagegen schnell sichtbar.
Weniger Tageslicht stellt die Beleuchtung auf die Probe
Tageslicht ist ein wichtiger Bestandteil einer guten Arbeitsplatzbeleuchtung. Auch die ASR A3.4 räumt der Versorgung von Arbeitsstätten mit ausreichend Tageslicht eine hohe Bedeutung ein. Gleichzeitig kann sich ein Betrieb natürlich nicht darauf verlassen, dass zu jeder Arbeitszeit genügend Tageslicht vorhanden ist.
Spätestens im Herbst übernimmt die künstliche Beleuchtung deshalb wieder einen deutlich größeren Anteil der täglichen Beleuchtungsaufgabe.
Das betrifft nicht nur klassische Arbeitsplätze. Auch zahlreiche andere Bereiche eines Unternehmens sollten betrachtet werden:
- Produktionshallen und Lagerhallen
- Büro- und Bildschirmarbeitsplätze
- Werkstätten
- Verkehrs- und Laufwege
- Treppen und Eingangsbereiche
- Ladezonen und Halleneinfahrten
- Parkplätze und Außenflächen
Eine gute Beleuchtung dient dabei nicht nur dem Komfort. Sie trägt dazu bei, Arbeitsbereiche und mögliche Gefahren zuverlässig erkennen zu können. Die DGUV weist darauf hin, dass Beleuchtung einen wesentlichen Einfluss darauf hat, ob Arbeiten sicher, schnell und fehlerfrei ausgeführt werden können.
Reicht die vorhandene Beleuchtung noch aus?
Eine Beleuchtungsanlage, die vor vielen Jahren geplant wurde, muss heute nicht zwangsläufig noch die gleichen Bedingungen bieten wie zum Zeitpunkt der Installation.
Leuchten und andere Komponenten altern, Lichtstrom kann sich verändern und Verschmutzungen beeinflussen die Beleuchtungsanlage. Deshalb ist es sinnvoll, bestehende Anlagen regelmäßig zu betrachten und zu prüfen, ob die erforderlichen Bedingungen weiterhin erreicht werden. Auch die DGUV weist darauf hin, dass sich bestehende Beleuchtungsanlagen im Laufe der Zeit verändern und die Einhaltung der Anforderungen deshalb überprüft werden sollte.
Die dunkle Jahreszeit ist dafür ein guter Zeitpunkt.
Dabei geht es nicht darum, jede ältere Beleuchtungsanlage vorsorglich auszutauschen. Vielmehr sollte zunächst die tatsächliche Situation betrachtet werden:
Wie hell ist es an den relevanten Arbeitsplätzen? Gibt es Bereiche mit deutlich geringerer Beleuchtungsstärke? Werden Verkehrswege ausreichend erfasst? Entstehen störende Blendungen oder starke Helligkeitsunterschiede?
Eine Messung der vorhandenen Beleuchtungsstärke kann hier bereits wichtige Hinweise liefern.
Lux allein entscheidet nicht über eine gute Beleuchtung
Bei der Bewertung einer Beleuchtungsanlage wird häufig zuerst auf die Beleuchtungsstärke in Lux geschaut. Sie ist ein wichtiger Wert, aber nicht der einzige.
Zu einer guten Arbeitsplatzbeleuchtung gehören unter anderem eine geeignete Beleuchtungsstärke, eine möglichst gleichmäßige Lichtverteilung, eine passende Farbwiedergabe und die Begrenzung störender Blendung. Welche Anforderungen gelten, hängt vom jeweiligen Arbeitsbereich und der ausgeführten Tätigkeit ab.
Ein Lagergang stellt beispielsweise andere Anforderungen an die Beleuchtung als ein Büroarbeitsplatz oder ein Bereich für feine Montagearbeiten.
Genau deshalb sollte eine neue Beleuchtungsanlage nicht ausschließlich nach Wattzahl oder Lichtstrom ausgewählt werden.
Gerade Außenbereiche werden im Herbst wieder wichtig
Besonders deutlich wird die Veränderung der Lichtverhältnisse außerhalb des Gebäudes.
Parkplätze, Zufahrten, Laufwege, Ladebereiche oder Halleneinfahrten werden im Sommer häufig noch bei Tageslicht genutzt. Im Herbst und Winter finden dieselben Tätigkeiten plötzlich in vollständiger Dunkelheit statt.
Eine sinnvoll geplante Außenbeleuchtung verbessert die Orientierung und hilft dabei, Hindernisse, Personen und Verkehrswege frühzeitig zu erkennen.
Dabei gilt auch hier: Mehr Licht ist nicht automatisch besser.
Entscheidend ist, das Licht gezielt dorthin zu bringen, wo es benötigt wird. Eine geeignete Lichtverteilung kann deshalb genauso wichtig sein wie die reine Leistung einer Leuchte.
Die längeren Brennzeiten machen Effizienz besonders interessant
Mit der dunklen Jahreszeit steigt gleichzeitig die tägliche Betriebsdauer vieler Beleuchtungsanlagen.
Eine Anlage, die im Sommer nur wenige Stunden benötigt wird, kann im Winter über einen erheblichen Teil des Arbeitstages eingeschaltet sein. Dadurch bekommt die Effizienz der eingesetzten Beleuchtung eine noch größere wirtschaftliche Bedeutung.
Moderne LED-Leuchten erreichen heute deutlich höhere Lichtausbeuten als viele ältere Beleuchtungssysteme. Entscheidend ist dabei das Verhältnis von erzeugtem Lichtstrom zur aufgenommenen elektrischen Leistung, angegeben in Lumen pro Watt.
Bei großen Anlagen mit vielen Leuchten und langen Betriebszeiten können bereits vergleichsweise kleine Unterschiede bei der Leistungsaufnahme über das Jahr erhebliche Auswirkungen auf den Stromverbrauch haben.
Deshalb betrachten wir bei einer Modernisierung nicht nur die Anschaffungskosten einer Leuchte. Entscheidend sind auch Effizienz, benötigte Leuchtenanzahl, Betriebsstunden, Lichtverteilung und die tatsächlich erforderliche Beleuchtungsstärke.
Noch mehr Einsparpotenzial durch eine intelligente Steuerung
Nicht jede Leuchte muss während der gesamten Betriebszeit mit voller Leistung betrieben werden.
Lagergänge, Nebenräume, Verkehrsflächen oder einzelne Hallenbereiche werden beispielsweise häufig nur zeitweise genutzt. Hier können Bewegungs- und Präsenzsensoren oder eine geeignete Lichtsteuerung zusätzlich Energie einsparen.
Auch vorhandenes Tageslicht kann in eine moderne Beleuchtungssteuerung einbezogen werden. Steht ausreichend natürliches Licht zur Verfügung, wird die künstliche Beleuchtung reduziert. Nimmt der Tageslichtanteil ab, wird entsprechend nachgeregelt.
Je nach Projekt können dafür beispielsweise DALI, 1-10 V oder funkbasierte Steuerungslösungen eingesetzt werden.
So entsteht eine Beleuchtungsanlage, die nicht einfach nur ein- und ausgeschaltet wird, sondern sich am tatsächlichen Bedarf orientiert.
Herbst und Winter für einen Beleuchtungscheck nutzen
Wer ohnehin über eine Modernisierung seiner Beleuchtung nachdenkt, sollte die dunkle Jahreszeit nutzen, um die bestehende Situation genauer zu betrachten.
Gerade jetzt lassen sich Schwachstellen erkennen, die während der hellen Sommermonate möglicherweise verborgen bleiben.
Dabei muss nicht sofort die komplette Beleuchtungsanlage ausgetauscht werden. Der erste Schritt ist eine Bestandsaufnahme. Welche Leuchten sind vorhanden? Wie hoch ist die aktuelle Leistungsaufnahme? Welche Beleuchtungsstärken werden erreicht? Wo bestehen Defizite und welche Bereiche verursachen besonders lange Brennzeiten?
Auf dieser Grundlage lässt sich anschließend beurteilen, ob eine Modernisierung sinnvoll ist und welches Einsparpotenzial tatsächlich besteht.
Lichtplanung statt einfachem Leuchtentausch
Bei Newora betrachten wir deshalb nicht nur die einzelne Leuchte, sondern die gesamte Beleuchtungssituation.
Auf Basis von Gebäudeinformationen, Grundrissen, Fotos oder einem Aufmaß vor Ort können wir eine individuelle Lichtplanung erstellen. Mit einer DIALux-Berechnung lässt sich bereits vor der Umsetzung beurteilen, welche Beleuchtungsstärken mit der geplanten Lösung erreicht werden und wie sich das Licht im Raum verteilt.
Dabei berücksichtigen wir sowohl die Anforderungen des jeweiligen Arbeitsbereichs als auch Energieeffizienz, Lichtqualität und mögliche Steuerungslösungen.
Gerade bei der Sanierung bestehender Beleuchtungsanlagen lässt sich so vermeiden, dass lediglich alte Leuchten durch neue ersetzt werden, ohne die eigentliche Beleuchtungssituation zu verbessern.
Ist Ihr Betrieb bereit für die dunkle Jahreszeit?
Wenn morgens und abends wieder bei Dunkelheit gearbeitet wird, zeigt sich schnell, wo eine Beleuchtungsanlage ihre Schwächen hat.
Der Herbst ist deshalb ein guter Zeitpunkt, Hallen, Arbeitsplätze und Außenbereiche einmal bewusst bei Dunkelheit zu betrachten. Werden alle wichtigen Bereiche ausreichend beleuchtet? Gibt es dunkle Zonen? Ist die bestehende Anlage noch effizient oder laufen zahlreiche ältere Leuchten jeden Tag viele Stunden?
Wir unterstützen Sie bei der Bewertung Ihrer bestehenden Beleuchtung und entwickeln bei Bedarf eine passende LED-Lösung für Ihr Projekt.
Sprechen Sie uns an. Gemeinsam schauen wir, welches Potenzial in Ihrer Beleuchtungsanlage steckt.
